LA CASA SUL LAGO 2026

DREI BEWEGUNGEN UND EINE VILLA

Casa sul Lago entsteht jedes Jahr neu – seiner eigenen Seele treu und zugleich bereit, sich in ein neues, unverwechselbares Projekt zu verwandeln. Es ist nicht nur die Bühne für neue Produkte, sondern der Ort, an dem Baxter jedes Mal eine ganzheitliche Vision präsentiert: ein umfassendes Einrichtungskonzept, das Räume, Beziehungen und Atmosphären neu definiert.

Casa sul Lago entsteht jedes Jahr neu – seiner eigenen Seele treu und zugleich bereit, sich in ein neues, unverwechselbares Projekt zu verwandeln. Es ist nicht nur die Bühne für neue Produkte, sondern der Ort, an dem Baxter jedes Mal eine ganzheitliche Vision präsentiert: ein umfassendes Einrichtungskonzept, das Räume, Beziehungen und Atmosphären neu definiert.

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Die Mauern bleiben – stille Hüter der Erinnerung –, während sich die Anlage in ihrer Gesamtheit erneuert: Layout, Gleichgewichte, Wegeführungen, Farbwelten. Und die modernistische Architektur bildet den beständigen Hintergrund, vor dem die Kollektion zum Leben erwacht, wie eine Landschaft, deren Licht sich verändert, nicht aber ihr Horizont.

Das Projekt scheint auf seine Umgebung zu hören. Es betont die intime Beziehung zur Landschaft, lässt das natürliche Licht wie eine lebendige Materie eintreten und folgt seinem Rhythmus auf Wänden und Volumen. Die Proportionen der Villa – ausgewogen und harmonisch – werden zur Partitur, auf der sich die Möbel wie Noten anordnen. Nicht bloß Objekte, sondern Präsenzen: Sie definieren Wege, schlagen Orte des Verweilens vor und entwerfen unsichtbare Hierarchien. Sie lenken den Blick, ohne jemals die ursprüngliche Identität des Gebäudes zu verändern.

Drei Farbstimmungen durchziehen das Haus wie drei Bewegungen ein und derselben Komposition.

Im Eingangsbereich entfaltet sich der Raum in einer fließenden Abfolge zwischen Küche und Wohnbereich, wo die Schwelle selbst zum Gestaltungselement wird: Ein glänzender Metallrahmen öffnet den Blick in den nächsten Raum und schafft einen durchgehenden Einklang von Umgebungen, Materialien und Wahrnehmungen. Es ist der monolithische Block der Onyx-Insel – von honigfarbenen und terrakottafarbenen Nuancen durchzogen –, der eine starke, beinahe skulpturale Materialpräsenz einführt.

Im Hauptsalon dagegen dominieren kühle Töne: Eine Weite aus Mousse- und Botanique-Grün verwebt sich mit dem entschiedenen Charakter von Terrakotta zu einem Dialog aus Kontrasten und Tiefe. Der neue Viktor Soft tritt als visuelles Zentrum hervor, eingebettet in eine Palette, die an Schattengärten, Blätter und von der Sonne erwärmte Erde erinnert. Es ist ein Raum, der Natur atmet – mit einer zurückhaltenden, beinahe geflüsterten Eleganz.

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Im ersten Stock wird die Atmosphäre intimer und umhüllender. Die Suiten und Wohnbereiche bewegen sich in einem Spektrum tiefer, pudriger Blautöne, die Wände, Stoffe und Möbel einkleiden. Das Bett scheint wie eine textile Insel auf dem Boden zu ruhen, gerahmt von dunklen Vorhängen, die das Licht aufnehmen und seinen Einfall modulieren. Hier entstehen Kontraste durch Reduktion: warme Akzente – in den gebrannten Tönen der Stoffe und in den Details der Möbel – treten mit Maß hervor und erwärmen das Ganze, ohne sein Gleichgewicht zu stören.

In den Wohnräumen wird das Zusammenspiel von Materialien und Oberflächen vielschichtiger: tief getönte Lederflächen, die großzügigen Volumen des modularen Sofas Chicago und metallische Flächen schaffen eine geschichtete häusliche Landschaft, in die das natürliche Licht streifend einfällt.

Der Dining-Bereich fügt sich in diese visuelle Kontinuität ein und besitzt doch eine eigene Identität: Der große helle Tisch mit seinen weichen Formen tritt in Dialog mit skulpturalen Sitzmöbeln und vollen Volumen, während im Hintergrund das grafische Zeichen der Wand einen leichteren und dynamischeren Rhythmus einführt.

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Im obersten Stockwerk verwandelt sich das Musikzimmer in einen schwebenden Rückzugsort. Hier nimmt das neue Projekt des Möbels Syd Gestalt an: nicht nur ein funktionales Element, sondern ein emotionales Element. Der vorgestellte Klang scheint bereits in den Maserungen der Materialien, in den gespannten und präzisen Linien zu vibrieren. Hier wird das Hören geschult – das der Musik, aber auch das des Hauses selbst. Das Licht fällt von oben ein, durch Oberlichter gefiltert, und legt sich weich auf die Oberflächen, wodurch Zonen von Licht und Schatten entstehen, die den langsamen Rhythmus des Raumes begleiten. Die Töne werden wärmer: Terrakotta, Pudertöne und staubiges Rosa bilden eine materische Palette, die mit weichen Stoffen und matten Oberflächen in Dialog tritt. Die Möbel ordnen sich als niedrige, einladende Präsenzen an – tiefe Sofas, Poufs, dicke Teppiche – und definieren Inseln des Verweilens und des Zuhörens. Die integrierten Regale folgen dem geneigten Verlauf des Daches und verwandeln sich in einen durchgehenden Hintergrund, der Objekte, Bücher, Schallplatten und Spuren des Lebens aufnimmt.

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Zwischen einem Stockwerk und dem nächsten öffnet sich die Erzählung zu einem Intermezzo en plein air. Von der Terrasse aus setzt sich der Weg über die Terrassierungen des Gartens fort, zwischen dem Duft von Rosmarin und Helichrysum, in einer langsamen, beinahe meditativen Abfolge, die zur Dependance führt: ein maßgeschneidertes Mini-Apartment, das zum Manifest individueller Konfiguration wird.

Aura, neu interpretiert sowohl als Sofa als auch als Bett, erzählt von der Möglichkeit, jedes einzelne Stück an einen spezifischen Wunsch anzupassen. Es ist eine Übung in Präzision und Freiheit zugleich, bei der sich das Projekt für Möbel außerhalb des Katalogs öffnet und Personalisierung zu einer Identitätsaussage wird. Im Außenbereich entsteht ein exklusiver und intimer Raum, zwischen Garten und Landschaft schwebend. Niedrige Sitzmöbel, kleine Tische und Terrakottaoberflächen treten in Dialog mit der Vegetation – Kakteen, mediterranen Pflanzen, Hecken – und schaffen ein zurückgenommenes Ambiente, das sich zugleich zum See hin öffnet.

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Ein paar Schritte weiter führt das Gewächshaus eine weitere Variation ein, eine Szenerie zwischen Innen und Außen. Das Licht wird zur beherrschenden Materie: Es durchquert das Glasdach, bricht sich, lagert sich auf den Oberflächen ab und zeichnet bewegte Muster. Warme, natürliche Töne – Ocker, Senf, Erde – wechseln sich mit kleinen Tischen und haptischen Oberflächen ab, während entlang der Wand Regalböden mit einer Komposition aus Objekten und Volumen den Rhythmus gliedern. Der Raum entwickelt sich in die Tiefe, wie eine lineare Promenade, die zur Kontemplation einlädt.

Der Weg zum Poolbereich öffnet sich wie ein Präludium und führt über einen von Glyzinien umgebenen Gang: eine geschützte, duftende Schwelle, die auf den Wechsel des Rhythmus vorbereitet. Die Abfolge gliedert sich in eine doppelte Bewegung im Freien. Die erste entfaltet sich rund um das Wasser, wo Chaiselongues und einladende Sitzmöbel eine weiche, weit gespannte Partitur aus Pausen, Verweilen und langsamen Rhythmen zeichnen. Im Zentrum, unter dem Olivenbaum, setzt die Feuerstelle einen warmen Akzent, der den Raum gliedert und seine Nutzung in den Abendstunden verlängert. Wenige Stufen höher, zwischen Agaven und Kakteen, wechselt die zweite Bewegung den Ton und öffnet sich in einem stärker gemeinschaftlichen Register. Die lange Tafel erstreckt sich parallel zum See wie eine durchgehende Linie, um die sich die Sitzmöbel in regelmäßigem Rhythmus anordnen, beinahe wie ein Ensemble. Hier wird der Kontext vielstimmig, orchestral: Die einzelnen Präsenzen fügen sich zu einer größeren Komposition, und das Erlebnis verwandelt sich in einen Moment des Miteinanders. Es ist der Moment, in dem die vorangegangenen Variationen ihre Synthese und volle Spannung finden, bevor sie sich erneut in der Landschaft auflösen.

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